NAVIGATION

Zurück

Ausstellungen

Auf Empfang! Die Geschichte von Radio und Fernsehen

Die Form hat sich geändert, die Funktion nicht: Das „Tonmöbel Kuba Imperial Komet“ von 1957 (Foto: Klaus Luginsland) ist zugleich Statussymbol und Multimediastation – und damit sieht es zwar optisch gänzlich anders aus als der Flachbild-TV in LCD mit smarten Features von heute, aber im Wesen bleibt doch vieles gleich. Solche und ähnliche Einblicke in die Geschichte von Radio und Fernsehen zeigt die neue Große Sonderausstellung im Mannheimer Technoseum: Ab dem 17.11. wird hier die Mediengeschichte in Deutschland der letzten 100 Jahre nachgezeichnet, von den Anfängen der Funktechnik über den Aufstieg von Hörfunk und TV bis hin zu den Social-Media-Plattformen, die den Medienkonsum unserer Gegen- wart prägen. Am 29. Oktober 1923 ging die „Funk-Stunde AG“ als erster offizieller Radiosender in Deutschland auf Sendung, und dieser Zeitpunkt gilt als die Geburtsstunde des öffentlichen Rundfunks. Heute ist das Radio längst nur noch ein Medium unter vielen, doch das Hörfunkstudio des SWR aus den 1960er Jahren ist immer noch als Museums-Objekt interessant zu beobachten, ebenso wie die noch funktionstüchtige Sende-Bildregie des Rhein-Neckar-Fernsehens aus den 90ern oder ein Original-Film-Set aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. An Mitmach-Stationen können sich große wie kleine Bewegtbild-Begeisterte unter anderem vor einen Greenscreen stellen, die Intro-Melodien legendärer Serien erraten oder Filmsequenzen vertonen und auf diese Weise dem mittlerweile weitgehend verschwundenen Beruf des Geräuschemachers nacheifern. Nicht zuletzt gibt es ein Wiedersehen mit TV-Helden etwa aus der Sendung mit der Maus, der Augsburger Puppenkiste, der Sesamstraße und dem Ost- wie West-Sandmännchen. Das heute so wichtige Thema Medienkompetenz erhält einen eigenen interaktiven Bereich: Die eigene Medienkompetenz zu schulen ist das Ziel, wenn man beim Faktenchecker-Spiel Nachrichten einem Fake-News-Test unterzieht und herausfindet, wie Such-Algorithmen und Filterblasen im Netz funktionieren. Beste Voraussetzungen also, um sich nach dem Museumsbesuch sicher und selbstreflektiert im Mediendschungel zu bewegen!

Kommentare


WERBUNG