Ausstellungen
CRIME – Die Technik des Verbrechens
Die Fußspuren, die vom Tatort weg führen, sind noch ziemlich leicht zu entschlüsseln. Für Fingerabdrücke benötigt der Detektiv dann schon sein Köfferchen, und kommt die DNA-Analyse ins Spiel, dann geht ohne Labor nichts mehr: Die Geschichte der Kriminaltechnik ist zugleich eine Geschichte der immer präziseren Auswertung von immer feineren Spuren. Auf die „Technik des Verbrechens“ blickt die neue Große Sonderausstellung Baden-Württemberg im Mannheimer Technoseum. Und weil Kriminalität überall zu finden ist, breitet sich die Schau auch im gesamten Haus aus: Zehn Stationen, verteilt über sechs Stockwerke, verbinden Kriminal- mit Kulturgeschichte. Mannheimer Historie wie etwa der Postraub von 1949 ist dabei ebenso Thema wie der weltweite Abgas-Skandal „Dieselgate“. Zu sehen sind Objekte wie ein Richtschwert aus dem 16. Jahrhundert, ein gesprengter Geldautomat oder ein Harry-Potter-Band Nr. 14 auf Chinesisch, den J.K. Rowling so nie geschrieben hat. Dabei vereinen die Stationen Information mit Spaß und ernsthafte Themen mit spielerischen Ansätzen: Hier kann man Codes knacken, falsche Münzen prägen, Deepfakes und Markenfälschungen entlarven, Phantombilder erstellen oder sich wie ein Kunstdieb einen Weg durch den Laserstrahl-Tunnel bahnen…