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Ausstellungen

Die Unendlichkeit des Raumes

Zu den radikalen Neuerungen der Kunst des 20. Jahrhunderts gehört ein neues Verständnis des Bildraumes. In den vorangegangenen Jahrhunderten wurde mit der Zentralperspektive das Bild als „offenes Fenster“, als Blick auf eine andere Welt verstanden. Die Moderne hingegen beginnt, die illusionistische Malerei hinter sich zu lassen und stattdessen Bild und Wirklichkeit neu zu verknüpfen. Die Sammlungspräsentation „Die Unendlichkeit des Raumes. Raumkonzepte in der Moderne“ zeichnet in sieben Kapiteln ein facettenreiches Bild der Transformation und Neuerfindung des künstlerischen Raumbegriffs im 20. und 21. Jahrhundert. Im Expressionismus beispielsweise wird der Bildraum zum Ausdrucksträger für Emotionen und Stimmungen, der Kubismus verzichtet auf illusionistische Tiefenwirkung und lässt Vorder- und Hintergrund miteinander verschmelzen. Ungegenständliche Malerei arbeitet mit utopischen Räumen, Reliefarbeiten verweisen auf die Verbindung von Bild und Raum. Viel zu entdecken gibt es also auf, neben und hinter den Bildern! Und auch die „Kabinettstücke“ befassen sich mit Ordnung und Struktur: „Strukturprinzipien von Mondrian bis Vasarely“ (bis 29.03.) zeigen sich in Rastern, Mustern, Rhythmus und Wiederholung.

 


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