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Ausstellungen

Else Blankenhorn – eine Retrospektive

Im 100. Jubiläumsjahr von Hans Prinzhorns Standardwerk „Bildnerei der Geisteskranken“ gibt die Sammlung Prinzhorn erstmals einen vertieften Einblick in das OEuvre von Else Blankenhorn, der einzigen Frau, der Hans Prinzhorn ein Kapitel in seinem Buch widmen wollte. Dazu und auch zu einer geplanten eigenen Monografie kam es jedoch nie. Heute gilt Else Blankenhorn als heimlicher Star der Sammlung, denn sie war seit 1929 in 98 Ausstellungen vertreten. In der Retrospektive sind rund 150 Exponate aus verschiedenen Themenbereichen zu sehen, mit denen die expressive, farbintensive Vielfalt ihrer Bildwelten deutlich wird. Einen Schwerpunkt bildet die große Zahl von Geldscheinen, die sie produzierte, um die Auferstehung und Versorgung von begrabenen Liebespaaren zu finanzieren. Diese karitative Aufgabe meinte sie von Wilhelm II., ihrem „Gatten im Geiste“, erhalten zu haben. Im begleitenden Katalog wird ihr symbolisch aufgeladener Bildkosmos durch Transkriptionen einiger ihrer Tagebucheinträge, Prosatexte und Gedichte ergänzt. Beiträge über den biografischen und soziokulturellen Hintergrund der Werke und über den Kontext des renommierten Privatsanatoriums Bellevue in Kreuzlingen am Bodensee, in dem auch Ernst Ludwig Kirchner, Aby Warburg und Vaslav Nijinski behandelt wurden, erweitern die Perspektive auf diese Kunst unter dem Motto: „Das Gedankenleben ist doch wirklich“.

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