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Ausstellungen

Im Grenzbereich zwischen Kunst und Architektur: Haus-Rucker-Co

Utopische Architekturkonzeptionen und Dekonstruktivismus, Pop-art und Fluxus – in diesem kreativen Spannungsfeld zwischen Kunst und Architektur bewegte sich das österreichische Kollektiv „Haus-Rucker-Co“ in den Siebzigern und Achtzigern. Seine Mitglieder kamen sowohl aus der Branche der Architektur als auch aus der Kunst und hatten den Anspruch, beispielsweise durch Installationen im öffentlichen Raum ein differenziertes Bewusstsein zu schaffen und die sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit der Menschen (erneut) zu aktivieren. Gegründet wurde Haus-Rucker-Co 1967 von Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp und Klaus Pinter, zwei Architekten und einem Maler, in Wien. Studio-Eröffnungen in Düsseldorf und New York folgten und Manfred Ortner trat der Gruppe 1971 bei. Schließlich teilte man sich wieder auf: Haus-Rucker-Co wirkte in Düsseldorf, Haus-Rucker-Inc. in New York. Nun will eine Ausstellung im Mannheimer Kunstverein einen Beitrag zur Architektur an der Schnittstelle zwischen Skulptur und Kunst für den städtischen Raum leisten. Eigens für den Kunstverein hat die Gruppe eine In-Situ-Raumarbeit konzipiert, eine begehbare Skulptur in Form eines großen, scheinbar schwebenden Trichters, der im Mittelpunkt der Ausstellung steht. Parallel dazu werden erstmals umfassend teils realisierte, teils unrealisierte Projekte für den städtischen Raum in Form von Zeichnungen, Skizzen und den dazugehörigen Modellen vorgestellt; flankiert wird die Ausstellung durch ein umfassendes Rahmenprogramm. Gerade für Mannheim in seiner Situation des städtischen Wandels durch das Freiwerden von Konversionsflächen können spannende Impulse gegeben werden – wenn die Ausstellung für neue Denkanstöße und Diskussionsimpulse für die weitere Stadtentwicklung sorgt, ist ein großes Ziel erreicht!

24.02.-12.05., Kunstverein Mannheim


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