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Ausstellungen

Madame Palatine – Liselotte von der Pfalz am Hof des Sonnenkönigs

Eine berühmte Adlige, die Liselotte heißt? Nun, ihr richtiger Name lautet eigentlich „Elisabeth Charlotte von der Pfalz“, doch bekannter ist die in Heidelberg geborene Enkelin von Friedrich V., dem „Winterkönig“, und dessen englischer Gemahlin Elizabeth Stuart als Liselotte von der Pfalz. Und das, obwohl sie durch eine Heirat „aus diplomatischen Gründen“ von der Kurpfalz an den französischen Hof kam: Ihr Ehemann Philippe von Orléans war der Bruder des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Rund um „Madame“, wie sie angesprochen wurde – schließlich war Philippe als ältester Bruder des Monarchen der „Monsieur“ –, versammelte sich also eine große Zahl wegweisender Persönlichkeiten verschiedener Königshäuser, und obwohl Liselotte nur zwei überlebende Kinder hatte, wurde sie zur Stammmutter des Hauses Orléans und zur Ahnfrau zahlreicher europäischer Königshäuser. Ihr Tod jährt sich am 08. Dezember zum 300. Mal, und aus diesem Anlass zeigt das Kurpfälzische Museum in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Heidelberg nun die Ausstellung „Madame Palatine“ – ein facettenreiches Bild einer ebensolchen Fürstin, die uns vor allem durch ihre anschaulich formulierten Briefe Einblicke in das barocke Hofleben mit all seinen Tücken, Intrigen und mehr oder minder offenen Liebschaften gibt. (Bild: Gemälde aus Versailles – Elisabeth Charlotte mit ihren Kindern, Kopie von Jean-Gilbert Murat nach einem Original von Pierre Mignard, bpk / RMN – Grand Palais / Gérard Blot)

 

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