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Ausstellungen

Munitionsfabrik – Zur Geschichte eines ungeheuren Raums

Heute heißt er schlicht „Hallenbau A“, doch der Gebäudekomplex, den sich heute die Städtische Galerie Karlsruhe, die Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) und das Zentrum für Kunst und Medien, kurz: ZKM, teilen, hat eine düstere Vergangenheit. Für den Ersten Weltkrieg wurde er als Produktionshalle der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik in Karlsruhe errichtet, und mit 30.000 Fabrikarbeiterinnen war diese Fabrik während des Zweiten Weltkrieges so groß wie eine Kleinstadt. Während der NS-Zeit mussten hier unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeiterinnen aus ganz Europa arbeiten, und durch die Munition und Waffen, die hier produziert wurden, ist der Ort verwickelt mit diversen Kriegen und Konflikten. Nach dem Niedergang der industriellen Produktion dienten die leerstehenden Räumlichkeiten von 1981 bis 1989 Karlsruher Künstlerinnen und Künstlern als Arbeits- und Präsentationsflächen; das darin erkannte kreative Potenzial führte in der Folge zum Einzug der Institutionen ZKM, HfG und Städtischer Galerie. Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der HfG entsteht nun eine Ausstellung, die die Geschichte dieses Ortes anhand von Archivmaterialien nachzeichnet. Künstlerische und dokumentarische Projekte von Studierenden, Alumni und (ehemaligen) ProfessorInnen repräsentieren kritische Auseinandersetzungen mit dem Gebäude und seiner kontroversen Geschichte. Eröffnet wird die Schau am 02. Juni – zeitgleich mit der Diplomausstellung 2022 unter dem Titel „All we as“, die bis zum 19.06. Diplome, Magister- und Promotionsarbeiten der Graduierten zeigt und von Workshops, Führungen, Filmscreenings, Lesungen und Diskussionen begleitet wird.

 

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