Ausstellungen
Noch nicht: Utopie im Entstehen
Ludwigshafen ist eine Stadt, die nie fertig wird. Sie wird abgerissen und neu gebaut, renoviert und umgedacht, bespielt und verlassen, wiederentdeckt. Zwischen Beton und Rhein, zwischen Fassade und Leerstand, zwischen dem, was war, und dem, was noch kommen könnte, entsteht ein Raum des Noch-nicht. Genau hier setzt das Jahresprogramm 2026 des Kunstvereins Ludwigshafen an. Unter dem Titel „Noch nicht: Utopie im Entstehen“ bespielt der Kunstverein von Mai bis Oktober die Innenstadt mit neuen ortsspezifischen Arbeiten. Zur Vernissage des Programms am 07. Mai entwickelt Katinka Eichhorn eine großformatige Neuproduktion für die Bismarckstraße. Sie bespielt Fahnenmasten und Schaukästen mit textilen Arbeiten und reagiert auf die Materialität der Innenstadt: Die Fliesen-Fassaden Ludwigshafens, ihre Flächigkeit, die gedämpfte Farbigkeit und die horizontale Strenge der Nachkriegsarchitektur finden ihr Echo in einem Stoff, der im Wind atmet, Licht anders bricht als Beton und die Starrheit der Straße in etwas Offenes, Unabgeschlossenes überführt. Gezeigt und zur Vernissage besucht wird auch Maria Maylands „A Wideness, Opening and Closing“ im Kiosk auf der Parkinsel. Im Verlauf des Sommers entfaltet sich das Programm dann weiter im Stadtraum.