Ausstellungen
RADIKAL. REAL. Nouveau Réalisme
In den 1960er Jahren wurde die reale Welt selbst als Material der Kunst verwendet: Als „Nouveau Réalisme“ wurde diese Kunstströmung bezeichnet; der französische Kunstkritiker Pierre Restany gilt als ihr Gründer. Bedeutende Namen wie Niki de Saint Phalle, Yves Klein, Christo und Jean Tinguely sind bis heute wohlbekannt. In Mannheim versammelt die Kunsthalle nun rund 150 Werke in einer großen Sonderausstellung – radikal und real. Ausgehend von bedeutenden Arbeiten aus der eigenen Sammlung spannt die Schau einen Bogen von der Entstehung der Konsumgesellschaft ab den 1950er Jahren und fragt zugleich nach der Aktualität dieser künstlerischen Positionen. Gleichzeitig beleuchtet die Ausstellung kritisch die Verbindungen und Gegensätze zwischen Nouveau Réalisme und Pop Art. Anhand von Gemälden, Skulpturen, Installationen und Arbeiten auf Papier, im Dialog mit Archivdokumenten, Fotografien und Videoaufnahmen von Performances und Aktionen lässt sich die Sprengkraft des Nouveau Réalisme neu erfahren – es zeigt sich eine Kunst, deren Fragen an Konsum, Medien und Wirklichkeit heute aktueller denn je erscheinen.