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Ausstellungen

rem: Die Normannen

Sie kamen aus dem Norden, darum war es naheliegend, sie „Nordmänner“ zu nennen – und der Name blieb haften, als sich die Reisenden Ende des 9. Jahrhunderts in Nordfrankreich niederließen, in dem Landstrich, den man heute als Normandie kennt. Doch dort blieben sie nicht. Zum einen griffen sie auf die britischen Inseln über – William the Conqueror siegte 1066 in der „Battle of Hastings“ über die Angelsachsen –, zum anderen eroberten sie Süditalien und Sizilien und brachten das Wikinger-Erbe an Orte, an denen man es auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Die Sonderausstellung „Die Normannen“ rekonstruiert deren Geschichte vom 8. bis zum 13. Jahrhundert, von Skandinavien bis ans Mittelmeer. Da werden spannende Verbindungen geknüpft, denn die Normannen waren Wanderer zwischen den Kulturen, Kulturvermittler und immer wieder auch mächtige Fürsten, die tiefe Spuren in Europas Politik und Kultur hinterlassen haben. Die Schau vereint rund 300 hochkarätige Exponate mit aufwändigen Inszenierungen, virtuellen Rekonstruktionen und Mitmach-Stationen. Die Besucherinnen und Besucher begegnen eindrucksvollen Persönlichkeiten vom Wikingerführer Rollo über Emma von der Normandie, Wilhelm den Eroberer und „Kaiserin“ Mathilde bis hin zu Roger II. von Sizilien und Konstanze von Hauteville. Hochkarätige Leihgaben kommen unter anderem aus London, Paris, Stockholm, Barcelona, Palermo und dem Vatikan. Zu sehen sind Handschriften, seltene Textilien, Kunsthandwerk aus Gold und Elfenbein, Schmuck und Waffen, Pretiosen wie die Krone Rogers II., die Angelsächsische Chronik, der Viking Raider Stone mit der ältesten bekannten Darstellung eines Wikingerangriffs in Westeuropa sowie eine der berühmten Schachfiguren von der Insel Lewis. Virtuelle Rekonstruktionen, Stop-Motion-Filme und Mitmach-Stationen lassen diesen Aspekt des Mittelalters lebendig werden. Und auch die Reihe „Culture after Work“ im September schaut auf die „Nordmänner“: Am 21.09. ab 17.45 Uhr gibt es Einblicke in das Erfolgsgeheimnis der Normannen: Mobilität, Migration, Integration und Wissenstransfer.

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