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Bühne

6. Mannheimer Schlosskonzert

Um musikalische Gespräche dreht sich das 6. Mannheimer Schlosskonzert des Kurpfälzischen Kammerorchesters im Rittersaal des Mannheimer Schlosses. In der Oper „Capriccio“ von Richard Strauss wird der ewige Streit verhandelt: Wort oder Musik – was zählt mehr? Das Streichsextett eröffnet den Abend schwebend und elegant. Das anschließende Kammerkonzert von Karl Amadeus Hartmann für Klarinette, Streichquartett und Streichorchester kippt die Atmosphäre: Es ist ein nervöser, hochkonzentrierter Dialog zwischen Solist und Ensemble. Entstanden im Schatten des NS-Regimes, trägt das Werk eine spürbare innere Spannung bis hin zum musikalischen Widerstand. Dann folgt mit dem Adagietto aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie ein intimer Monolog, der oft als Liebeserklärung des Komponisten an seine Frau Alma gedeutet wird. Der Abend endet mit dem heiteren Duett-Concertino von Richard Strauss, in dem sich Klarinette und Fagott wie zwei Figuren auf der Bühne begegnen: Paul Meyer und Theo Plath, Solo-Fagottist beim hr-Sinfonieorchester, lassen dieses musikalische Zwiegespräch lebendig werden und das Publikum spürbar aufatmen. (Foto Theo Plath © Marco Borggreve)

 


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