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Bühne

Becketts „Endspiel“

Hamm und Clov spielen. Hamm ist blind und kann nicht gehen, Clov kann nicht sitzen. Die beiden sind aufeinander angewiesen und kommen nicht voneinander los. Sie könnten die letzten Menschen sein. Aber zumindest Hamms Eltern sind auch noch da. Sie stecken in Mülltonnen. Das Spiel geht weiter. „Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“ – Mit seinem „Endspiel“ schuf der irische Literaturnobelpreisträger Samuel Beckett eine der prägnantesten Chiffren der modernen Literatur. Das Bild der Alten in ihren Mülltonnen hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Doch wie konnte es dazu kommen? Durch eine eingetretene Katastrophe oder eine schleichende Entwicklung? Egal, eine Grenze ist unumkehrbar überschritten. Einzig die Möglichkeit des Spielens gewährt Hamm und Clov einen gewissen Abstand von ihrer verzweifelten Lage…

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