Bühne
Die Heidelberger Schlossfestspiele
„Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m Sonnendeck!“ Dieses popkulturelle Zitat wird diesen Sommer in Heidelberg womöglich öfter zu hören sein, denn die traditionellen Schlossfestspiele eröffnen eine neue Bühne: das „Sonnendeck“. Diese Guckkastenbühne ist in die denkmalgeschützte Bäderterrasse integriert und bietet Platz für 80 ZuschauerInnen, die dort nicht nur Theatereigenes sehen können, sondern auch in den Genuss eines bunten Programms aus der freien Szene kommen werden. Zahlreiche Bewerbungen von freien Künstlerinnen und Künstlern sind bereits eingegangen und versprechen ein spannendes und vielfältiges Programm! Theater und Konzerte soll es aber natürlich auch, wie es seit Jahren Tradition ist, im Schlosshof, im Englischen Bau und im Dicken Turm geben – die jeweils nötigen Abstands- und Hygieneregeln sind auf der Bühne und im Publikumsbereich fest eingeplant. Eröffnet werden die Schlossfestspiele mit der französischen Komödie „Das Spiel von Liebe und Zufall“ von Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux am Sa, 12.06.; die zweite Premiere findet mit dem blauweißen Singspiel „Im weißen Rössl“ am 19.06. im Schlosshof statt. Dort ist im Juli dann auch „Dracula“ zuhause, und für die jungen Schlossgäste steht mit „Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ab dem 20.06. im Englischen Bau eine Premiere über den „größten Raubritter aller Zeiten“ samt Prinzessin, Zauberer und Drache auf dem Programm. Klassische Töne schlägt das Philharmonische Orchester in drei Schlosskonzerten an: Das 1. Schlosskonzert am 25. und 27.06. bietet mit Musik von Jean Sibelius und Peter Tschaikowsky eine Mischung aus nordischer Eleganz, romantischer Innigkeit und beschwingter Leichtigkeit. Das 2. Schlosskonzert am 10. und 15.07. entführt musikalisch in die goldenen Zwanziger des letzten Jahrhunderts (am 10. Juli zur Schlossbeleuchtung), und das 3. Schlosskonzert am 18. und 20.07. lässt die schönsten Operettenmelodien in den Abendhimmel steigen. (Fotos: Susanne Reichardt)