Bühne
Finest Classics: Ballett zu vier Händen
Wenn zwanzig Finger auf zwei Klaviaturen tanzen, dann hat das durchaus etwas von Ballett. Gleichzeitig tanzen Olga Zado und Alexander Schimpf virtuos durch die Jahrhunderte, denn das Finest-Classics-Konzert beginnt bei Mozart und endet mit Strawinsky. Mozarts Klaviersonate in D-Dur gilt als Paradebeispiel klassischer Eleganz und Heiterkeit; Franz Schuberts anschließende Fantasie in f-Moll leitet dann in die Romantik über. Debussy gilt als Komponist auf der Schwelle zwischen Romantik und Moderne; inspiriert sind seine „Six Épigraphes Antiques“ aber über mehrere Ecken von der Hirtin, Priesterin und Kurtisane Bilitis aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert. Das berühmte „Sacre de Printemps“ rundet den Konzert-Abend ab: 1913 führte die Premiere zu einem Skandal, und noch heute berührt und erschüttert Strawinskys Meisterwerk, gerade auch in der Version für zwei Klaviere. (Foto © Diana Andrunyk/Irene Zandel)