Bühne
„Gift. Eine Ehegeschichte“
Gift soll diese Beziehung zwar vielleicht nicht retten, aber doch wieder für Annäherung sorgen: Ein Mann und eine Frau, ein Vater und eine Mutter, haben sich seit zehn Jahren nicht mehr gesehen. Der tragische Tod ihres gemeinsamen Sohnes hat ihre Leben auseinanderdriften lassen. Nun treffen sie sich zum ersten Mal wieder – an dem Ort ausgerechnet, wo das Kind begraben liegt. Der Anlass hierfür ist das besagte Gift, das ausgeströmt sein soll und eine Umbettung der Gräber auf dem Friedhof verlangt. Die Wiederannäherung der beiden fordert zugleich auch ein Loslassen, eine tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Gegenüber. Und in Lot Vekemans Worten zeigt sich einmal mehr, wie nah Schmerz und Zärtlichkeit, Entfremdung und Nähe beieinander liegen – und dass manchmal ein einziger Moment genügt, um alles zu verändern. Die intensive Inszenierung von Joerg Mohr feiert im Februar Premiere im Schwetzinger Theater am Puls.