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Bühne

tap: Die dunkle Seite der kulturellen Macht

Der Roman „Mephisto“ aus der Feder von Thomas Mann stammt aus dem Jahr 1936 – und gilt auch heute noch als eines der bedeutendsten Werke der Neueren Deutschen Literatur. Zudem enthält der Klassiker gerade in der heutigen Zeit so viel Aktualität, dass es schon fast prophetisch und erschreckend wirkt. Das Leben des talentierten Schauspielers Hendrik Höfgen, der sich mit den Machthabern des Nazi-Regimes erst widerwillig arrangiert um schließlich zum gefeierten Star emporzusteigen, zeigt eine besonders düstere und dunkle Seite der Kulturlandschaft zur Zeit des Dritten Reiches. Höfgen muss eine Entscheidung treffen, die ihn entweder seine Karriere kosten kann oder aber dafür sorgt, dass er seine Werte aufgeben müsste. Und Höfgen trifft eine Entscheidung, die ihm, dem umjubelten Darsteller des „Mephisto“ in Goethes Faust, so manche beängstigende Parallele zu seinem eigenen Dasein offenbart… Joerg Mohr, der für das Theater am Puls die Textfassung von Till und Chris Weinheimer zum Stück inszeniert hat, sorgt mit einer außerordentlich pointierten Darstellung für ein packendes Konstrukt. Nach der gelungenen Premiere im Februar wird das Werk in Schwetzingen in diesem Jahr noch zweimal gezeigt.

 

 

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