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Bühne

Vorschau: Mannheimer Sommer 2022

Das Nationaltheater galt jahrhundertelang als Theater- und Opernbühne. Eine gelungene Täuschung! In Wirklichkeit ist das NTM ein wasserstoffgetriebenes Raumschiff, um künftige, bessere Welten zu erforschen. So zumindest imaginiert man beim „Mannheimer Sommer 2022“, dem „Internationalen Festival für Musik und Theater von Mozart bis heute“, zu dem sich der Mannheimer Goetheplatz in ein futuristisches Gelände wandelt, das entfernt an die herrlichen Gärten des Barockzeitalters erinnert. Publikum und Beteiligte sonnen sich hier auf den terrassierten Hügeln oder suchen Schatten unter merkwürdigen Gewächsen. Wechselnde Küchen sorgen für das leibliche Wohl; man lauscht Musik aus unterschiedlichen Epochen der Menschheitsgeschichte. Dies ist der Ort, an dem die Flucht ins 23. Jahrhundert beginnt! Jener utopischen Zeit, in der alle Probleme gelöst sind und der Mensch in Einklang mit Natur und Technik lebt. (Man wird ja wohl noch träumen dürfen!) Die Basisstation ist der „Salon des lumières“ im alten Theatercafé. An ausgewählten Abenden wird er zur Bühne für Bandkonzerte und Partys; die exquisite Auswahl zwischen Indie, Jazz und Percussion folgt dieses Jahr dem Motto „Female Bandleader“. Drumherum ums Raumschiff wuselt die Crew: künstlerische Stimmen, die einen Blick auf die gegenwärtige Misere werfen und in der Phantasie den ökologischen Neuanfang vorwegnehmen. In einem großen Countdown werden wir von Mozarts „Idomeneo“ zurückzählen und uns mit Eigenproduktionen, Gastspielen und Konzerten der Gegenwart nähern, bis sich schließlich das Nationaltheater aus seiner Verankerung reißt und als Raumschiff einer besseren Zukunft entgegenfliegt. „…five – four – three – two – one – – lift off!“

 

 

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