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Kinder

„Lernen hat viel mit Selbermachen zu tun“

Was hat ein Baum mit Weihnachtsgeschenken zu tun? Wie entstehen Fake News? Und was hilft gegen Schulstress? Die Kinderuni der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen geht genau solchen Fragen auf den Grund. Im Wintersemester 2026/27 erwartet junge Wissenshungrige wieder ein abwechslungsreiches Programm, das aktuelle Themen altersgerecht und mit viel Praxisbezug vermittelt. Wir haben mit Julia Scholz über das Konzept der Kinderuni, die Auswahl der Themen und die Begeisterung fürs Entdecken gesprochen.

Delta im Quadrat, Tim Fischer: Die Kinderuni begeistert seit vielen Jahren junge Entdeckerinnen und Entdecker. Was macht das Konzept aus und warum ist es Ihnen wichtig, Kinder schon früh für Wissenschaft und Bildung zu begeistern?

Julia Scholz: Jedes Kind in Deutschland darf zur Schule gehen, aber die Themen, die es lernt, darf es sich nicht aussuchen. Bei der Kinderuni können Kinder Bereiche kennenlernen, die es so in der Schule nicht gibt. Sie können selbst erfahren, dass Lernen nicht immer gleich ist, sondern auch viel mit Selbermachen zu tun hat. Das bleibt mit Blick auf eine erfolgreiche Schul- und Berufsausbildung gerade in Zeiten von KI enorm wichtig.

DiQ: Das Programm der Kinderuni im Wintersemester 2026/27 greift Themen wie Schulstress, Nachhaltigkeit sowie Fake News und Künstliche Intelligenz auf. Nach welchen Kriterien wählen Sie die Themen aus und wie nah möchten Sie dabei an der Lebenswelt der Kinder sein?

JS: Wir versuchen, ein abwechslungsreiches Programm anzubieten, das sowohl die Welt der Kinder trifft als auch die der modernen Arbeitswelt. Unsere Hochschule beschäftigt sich mit vielfältigen Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft, und die versuchen wir in unterschiedlichen Formaten schon den kleinen Studis zugänglich und verständlich zu machen. Es ist super, dass wir hier auch immer von unseren starken Partnern aus LU und Umgebung unterstützt werden.

DiQ: Gerade der Vortrag „Ist das echt?“ über Fake News, KI und Social Media trifft den Nerv der Zeit. Warum ist es Ihnen wichtig, Kindern schon früh einen kritischen und bewussten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln?

JS: Es ist schon für Erwachsene zunehmend schwierig, echt und „fake“ zu unterscheiden. Wie soll ein Kind es ohne die nötige Erfahrung einschätzen? Kinder werden zunehmend ungefiltert auf die digitale Welt losgelassen, aber sie brauchen unbedingt Handwerkszeug, um diese Welt zielführend für sich zu nutzen und sich nicht von jedem schönen Schein verwirren zu lassen. Nur so können sie zu den kritisch denkenden Erwachsenen werden, die wir heute brauchen.

DiQ: Die Kinderuni bietet jungen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, ganz unkompliziert Hochschulluft zu schnuppern. Welche Erfahrungen machen Sie dabei und was begeistert die Kinder Ihrer Meinung nach am meisten?

JS: Die Kinder, die am Nachmittag nach einem ganzen Schultag bei uns sitzen, finden es super, dass sie ganz viel selbst machen und mitgestalten können. Sie dürfen alles erzählen und einbringen, was sie zu den Themen umtreibt, und können die Themen aussuchen, die sie interessieren. Besonders spannend ist für viele der Blick hinter Hochschulkulissen, zum Beispiel in unser Skills- und Simulationszentrum der Pflege- und Hebammenwissenschaften. Bisher ist es auch fast egal, welches Thema auf dem „Stundenplan“ stand: Die Kids waren immer voller Elan und euphorisch dabei.

DiQ: Wenn Sie Familien aus der Region neugierig machen möchten: Warum lohnt sich ein Besuch der Kinderuni und worauf dürfen sich die Kinder im Wintersemester 2026/27 ganz besonders freuen?

JS: Unsere Kinderuni ist mittlerweile ein echtes Erfolgskonzept. Viele Kinder kommen zu jeder Vorlesung. Die bunte Mischung der Teilnehmenden ist hier genauso charakteristisch wie die ansprechende Gestaltung der Vorlesungen. Wenn ein Kind Lust auf neue Impulse und neue Kinder hat, die genauso gerne neue Dinge entdecken, ist die Kinderuni unbedingt einen Besuch wert.


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