Leben im Delta
Augusta33 wird zum Urban Village
Das 1905 erbaute Gebäude an der Augustaanlage 33 in Mannheim blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Inzwischen wurde das einstige Denkmal zu einem modernen „Urban Village“ umgestaltet. Die Landmarken AG erwarb das bekannte Büroensemble 2024 und hat es seither mit einem neuen Energie- und Community-Konzept zu neuem Leben erweckt. Darüber haben wir mit Projektleiterin Christine Rumpf gesprochen.
Delta im Quadrat: Wie würden Sie das Entwicklungs- und Nutzungskonzept hinter AUGUSTA 33 mit eigenen Worten vorstellen?
Christine Rumpf: AUGUSTA 33 ist mehr als ein klassisches Bürohaus: Es wurde als Urban Village entwickelt – also eine Art „urbanes Dorf“ für Unternehmen, Praxen und Selbstständige, in dem nicht nur Arbeitsräume entstehen, sondern eine lebendige Gemeinschaft. Dieses Urban Village kombiniert den Reiz einer historischen Immobilie – gemeint ist der prächtige Altbau – mit modernen Arbeits- und Gemeinschaftskonzepten in den Erweiterungsbauten und vielfältigen Services vor Ort. Dazu gehören flexible Arbeitsplätze, Konferenz- und Meetingräume sowie zahlreiche Alltagsservices. Ein tolles Angebot ist das Eltern-Kind-Büro. Fällt die Kita kurzfristig aus, können Eltern hier unkompliziert mit ihren Kindern arbeiten – ausgestattet mit Spielsachen und einem vollwertigen Arbeitsplatz.
DiQ: Und für wen ist der Ort Ihrer Meinung nach besonders geeignet?
C. R.: Das Schöne ist, dass sich hier ganz unterschiedliche Unternehmen und Berufstätige begegnen und wohlfühlen können: Start-ups zum Beispiel, die über klassische Büros hinaus Treffpunkte mit Gemeinschaftscharakter suchen. Selbstständige, Freiberufler und Kreative, die Flexibilität und Zugang zu Netzwerken brauchen. Und etablierte Firmen, die repräsentative Flächen schätzen, aber auch Teil einer innovativen Community sein möchten. Die Lage nahe den Hochschulen und dem Stadtzentrum macht es zudem attraktiv für junge Absolventen, die sich im Übergang in die Arbeitswelt befinden. An diesem Ort für gemeinschaftliches Arbeiten, Vernetzung und kreative Entfaltung begegnen sich Menschen aus verschiedensten Bereichen.
DiQ: Im Kontext unseres Schwerpunktthemas „Ausbildung & Karriereplanung“: Welche Rolle kann AUGUSTA 33 für junge Start-ups, Auszubildende oder Berufseinsteiger spielen?
C. R.: Unser Community-Konzept fördert kreatives Arbeiten, direkten Austausch und kurze Wege zu Partnern. Das ist ideal für Gründerinnen und Gründer. Auszubildende und Berufseinsteiger finden Zugang zu etablierten Unternehmen und Mentoren, diese wiederum zu frischen Ideen und Innovationen. Hier sind viele Formate denkbar, etwa Workshops, Praxisprojekte oder Mentoring-Runden, die Unternehmen, Hochschulen und Start-ups gemeinsam organisieren. Im Rahmen von Kooperationen mit der Uni oder der Start-up-Szene könnte die AUGUSTA 33 auch als Lern- und Austauschplattform dienen.
DiQ: Wie integrieren Sie Gemeinschaft, Kreativität und Vernetzung im Alltag? Gibt es regelmäßige Veranstaltungen, Netzwerk-Events oder kreative Impulse, die das Gebäude lebendig machen?
C. R.: Der Anspruch, eine lebendige Gemeinschaft zu schaffen, zeigt sich im Alltag durch regelmäßige Community-Events: von Tischkicker-Abenden bis hin zu Aktionen in der Gemeinschaftsküche. Unsere innovativ eingerichteten, großzügigen Community-Bereiche machen einfach Lust darauf, ins Büro zu kommen und bieten viel Raum für Austausch und Vernetzung. Seit dem Sommer steht ein Coffee Bike im Innenhof vor dem Haus, das sehr gerne als Treffpunkt genutzt wird. Für die optimale Versorgung gibt es dort auch regelmäßig Street Food und im Gebäude eine Snackecke. Unsere Konferenz- und Veranstaltungsräume werden auch für externe Formate wie das Immobilienfrühstück oder den Immobiliendialog der Metropolregion Rhein-Neckar genutzt. So öffnen wir AUGUSTA 33 nach außen und etablieren sie als lebendigen Treffpunkt regionaler Netzwerke.
DiQ: AUGUSTA 33 bietet ideale Bedingungen für junge Unternehmen: Welche konkreten Angebote, Netzwerke oder Unterstützungsformate gibt es speziell für Start-ups – und was macht sie attraktiv für Gründerinnen und Gründer?
C. R.: Gerade junge Unternehmen im Aufbau benötigen Flexibilität. Die bekommen sie hier mit unserem Flex-Office-Angebot und der Möglichkeit, Flächen nach Bedarf hinzuzubuchen, wie unsere Konferenz- und Meetingräume. Die sind ideal für Präsentationen, Workshops oder Kundentermine. Unsere Flächen passen sich den Nutzern an und nicht umgekehrt. Hinzu kommt die digitale Infrastruktur. Die AUGUSTA 33 ist mit der „WiredScore-Zertifizierung“ in Gold ausgestattet, die hohe Konnektivität und technische Anpassungsfähigkeit garantiert. Das starke Gründer-Ökosystem, die Hochschulen, Forschungszentren und die hohe Lebensqualität Mannheims spielen natürlich auch eine Rolle. Das ist einfach ein attraktiver Standort für junge Talente.
DiQ: Blicken wir in die Zukunft: Wie sehen Sie die Entwicklung von AUGUSTA 33 in den nächsten fünf Jahren?
C. R.: Als ehemaliges LBBW-Gebäude ist die AUGUSTA 33 durch ihre prominente Lage am Wasserturm vielen bekannt. Sie soll jedoch nicht für ihre frühere Nutzung stehen, sondern vor allem dafür, was daraus entstanden ist: ein außergewöhnliches, eigenständiges Nutzungskonzept. Wir setzen gezielt auf zukunftsorientierte Themen wie digitale Zugänge und eine moderne Infrastruktur, die den Arbeitsalltag vereinfachen und neue Formen der Kollaboration ermöglichen. Unser Anspruch ist es, AUGUSTA 33 dauerhaft als offenen und zukunftsfähigen Ort in der Metropolregion Rhein-Neckar zu verankern – als Treffpunkt für Unternehmen, Talente und Netzwerke, der über das klassische Büro hinausgeht.