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Leben im Delta

Gesellschaftliches Engagement bei der BASF Ludwigshafen

Gewiss, die BASF ist in Ludwigshafen kein Geheimtipp, sondern im Gegenteil das, was vielen als allererste Assoziation durch den Kopf schießt, wenn man fragt, für was Ludwigshafen steht. Oder als zweite – nach Helmut Kohl. Nicht alle aber wissen, dass die BASF für so viel mehr steht als „nur für Chemie“. Was das Unternehmen im Hinblick auf gesellschaftliches Engagement alles leistet, davon berichtet uns Anna Rapp, die sich als neue Leitung dieses Bereiches seit Januar auf viele Herausforderungen freut!

 

Delta im Quadrat: Hallo Frau Rapp! Erzählen Sie uns zuerst einmal: Wer sind Sie und was tun Sie?

Anna Rapp: Gern! Ich habe Medienmanagement an der Universität Mainz studiert und bin im April 2012 in der BASF gestartet, genauer gesagt in der Öffentlichkeitsarbeit der BASF Wohnen + Bauen (damals noch LUWOGE). Dann bin ich in die Standortkommunikation der BASF gewechselt, und seit Januar habe ich die Leitung der Einheit Gesellschaftliches Engagement übernommen – eine wirklich spannende und vielfältige Aufgabe! Da die Einheit organisatorisch im Standortmanagement angesiedelt ist, hatte ich schon vorher ein paar Berührungspunkte zu verschiedenen Themen. Jetzt geht es drum, tiefer einzutauchen!

DiQ: Beim Stichwort „BASF“ denken die meisten Menschen spontan an Chemie und nicht an Kultur oder soziales Engagement. Warum ist das Unternehmen aber auch in diesen Bereichen aktiv?

AR: Ja, manche denken bei BASF wohl auch noch an Musik- und Videokassetten, dabei gibt es die schon viele Jahre nicht mehr. Aber es ist wirklich so: BASF als Chemieunternehmen hat sich schon sehr früh in der Firmengeschichte für gesellschaftliche Themen eingesetzt. Bereits vor über 100 Jahren, 1921, wurden die ersten Konzerte im BASF Feierabendhaus angeboten. Es ging und geht darum, in Ludwighafen und Umgebung zu einem lebenswerten Umfeld beizutragen und auch Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Deshalb ist gesellschaftliches Engagement in der BASF-DNA verwurzelt. Das gesellschaftliche Engagement ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeit bei BASF und Bestandteil unseres Unternehmenszwecks: Chemie, die verbindet – für eine nachhaltige Zukunft.

DiQ: Und wie sieht dieses Engagement konkret aus?

AR: Zum einen haben wir einen starken Fokus auf Bildungsprojekte. Wir setzen uns allgemein für Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Schulentwicklung ein. Aber wir unterstützen auch ganz bewusst Projekte, mit denen wir Kinder und Jugendliche für die sogenannten MINT-Themen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern möchten. Auch unsere Schülerlabore geben Kindern und Jugendlichen Zugang zu naturwissenschaftlichen Themen: Bis vor Corona hatten wir jährlich rund 19.000 Schülerinnen und Schüler in den fünf Schülerlaboren für Kids und Teens. Unser zweiter Schwerpunkt liegt in der Stärkung der Zivilgesellschaft. Diese fördern wir unter anderem durch die Initiative „LUnited“. Deren Ziel: ein gutes Miteinander in unserer Stadt durch Menschen, die sich gemeinsam für Ludwigshafen einsetzen. „LUnited“ vereint die vielen Ehrenamtlichen, Vereine und anderen Helden des Alltags, denen Ludwigshafen am Herzen liegt. Zunächst haben wir mit Interviews, Stadtteildialogen und einer breit angelegten Datenerhebungen den Status quo ermittelt; aktuell sind wir dabei, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Auch unsere Corporate-Volunteering-Angebote sind ein wichtiges Instrument, um gemeinnützige Institutionen zu unterstützen.Ein Projekt, das ich hier stellvertretend für viele erwähnen möchte, ist die Suppenküche: Hier engagieren sich BASF-Mitarbeitende mehrere Wochen im Jahr bei der Essenausgabe. Das Essen wird in der Zeit von der BASF-Gastronomie zur Verfügung gestellt. Wichtig ist uns auch das BASF-Konzertprogramm. Konzerte schaffen Raum für Begegnung und Erlebnis. Man sagt, „Musik verbindet“ – das ist gerade in der aktuellen Zeit ein wertvolles Element! Wir gehen derzeit den Weg der Weiterentwicklung des Programms, beispielsweise, um noch mehr junge Menschen begeistern zu können. Außerdem haben wir bemerkt, dass wir die Konzerte besser kommunizieren müssen – deshalb bauen wir derzeit unsere Social-Media-Präsenz deutlich aus. Ein Blick auf unsere Instagram-Seite „basf_kultur“ lohnt sich also!

DiQ: Das heißt, dass die BASF sich auch für Menschen von außerhalb des Unternehmens öffnen will, richtig? Ein Konzert im BASF-Feierabendhaus zum Beispiel richtet sich also ganz breit gefächert an alle Menschen in Ludwigshafen und dem ganzen Delta?

AR: Ganz genau. Es soll ein abwechslungsreiches Angebot für eine vielfältige Region sein. Es ist nicht beschränkt auf Mitarbeitende, ganz im Gegenteil. Wir freuen uns auf und über die Impulse von der künstlerischen Seite, aber auch von unserem Publikum.

DiQ: Können Sie uns schon verraten, was in diesem Jahr Neues und Spannendes geplant ist?

AR: Wir haben viel vor! Unmittelbar, nämlich im März, steht unser Festival an – nach der Premiere im vergangenen Jahr auch diesmal wieder mit außergewöhnlichen Veranstaltungen abseits des Mainstreams.

DiQ: Und auf was freuen Sie sich am meisten? Welches Anliegen oder Projekt ist Ihnen persönlich besonders wichtig?

AR: Da könnte ich so vieles nennen! Bei den Konzerten freue ich mich persönlich auf Stefanie Heinzmann und Mikis Takeover Ensemble am 01. März. Und auf „Die Nixen“, die in der nächsten Spielzeit ihr nachhaltiges Mini-Musical „Oceankids“ aufführen – ein wirklich tolles Programm für Kinder! Bei den anderen Projekten wird in diesem Jahr „LUnited“ ein ganzes Stück konkreter. Wie schon beschrieben, steht nach der Befragungs- und Analysephase jetzt die Umsetzung an. Jetzt sind wir dabei, zusammen mit unserem Partner „Haus des Stiftens“ zu sortieren und auszuwählen, um dann erste Projekte umzusetzen. Gerade das Zusammenwirken und der Schulterschluss mit den Ehrenamtlichen macht das Projekt für mich so wertvoll! Im Bereich Bildung wird uns besonders das Thema Ganztagsförderung beschäftigen: Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird es für Erstklässler einen Anspruch darauf geben – das wird eine sehr große Herausforderung für Ludwigshafen. Wir möchten dabei unterstützen, entsprechende Angebote aufzubauen, und sind bereits in Gesprächen mit der Stadt, um auszuarbeiten, wie das konkret aussehen kann.


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