NAVIGATION

Zurück

Leben im Delta

Gesellschaftliches Engagement bei Roche

„Eine Gesellschaft ist nur so gerecht, wie es die Situation derjenigen ist, denen es am schlechtesten geht“ – so die Worte des amerikanischen Philosophen John Rawls, dessen Appell auch in Unternehmen wie Roche gehört und umgesetzt wird. Sowohl in den Ehrenämtern auf dem Gebiet der Flüchtlings- und Jugendhilfe als auch bei medizinischen Notfällen gehen die Mitarbeiter von Roche mit gutem Beispiel voran und engagieren sich für andere Menschen und damit für die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit. Wir wollten mehr über diese Arbeit wissen und haben uns mit Bärbel Beenken aus der Abteilung Kommunikation zu diesem Thema ausgetauscht.

DiQ: Guten Tag Frau Beenken, können Sie bitte kurz für unsere Leser zusammenfassen, in welchen Bereichen man sich bei Roche mit einem Ehrenamt engagieren kann?

Bärbel Beenken: Da bieten sich viele Möglichkeiten: Unsere Feuerwehr beispielsweise besteht nicht nur aus hauptamtlichen Mitarbeitenden, sondern auch aus 33 nebenamtlichen Kameradinnen und Kameraden, die unverzichtbarer Bestandteil der Gefahrenabwehr und Existenzsicherung sind. Einer dieser Kollegen, Roberto Reinhold, hat auch die drei Feuerwehrmänner bei ihrem Weg über die Alpen für die Aktion „Feuerstreiter-Wegbegleiter“ unterstützt und damit Spenden für das Kinderhospiz Sterntaler gesammelt. Auch die Ausbildungsbeauftragten, die die verantwortungsvolle Aufgabe haben, unsere Azubis in den Fachbereichen zu betreuen, machen dies zusätzlich zu ihren täglichen Aufgaben. Unsere Mitarbeitenden engagieren sich aber auch außerhalb des Geschäfts bei ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise als Mentorin oder Mentor für die Organisation KinderHelden oder beim Freiwilligentag der Metropolregion.

DiQ: KinderHelden? Was genau steckt dahinter?

BB: KinderHelden ist eine gemeinnützige Organisation, die qualitativ hochwertige Mentoring-Programme anbietet. Das bedeutet, Kinder mit Startschwierigkeiten erhalten durch einen ehrenamtlichen Mentor oder Mentorin eine ganzheitliche Förderung. Ein solches „Tandem“ aus Kind und Erwachsenem trifft sich inregelmäßigen Abständen, die beiden machen zusammen Hausaufgaben, Ausflügeoder spielen einfach gemeinsam. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder und auch im schulischen Bereich können sie sich verbessern. KinderHelden bringt diese „Tandems“ zusammen und begleitet die Mentorinnen und Mentoren während des gesamten Engagements.

DiQ: Wie reagieren denn die Kinder und die Familien auf die Hilfe?

BB: Das KinderHelden-Projekt ist in Mannheim ein Kooperationsprojekt der Stadt Mannheim, Fachbereich Bildung, und den Mannheimer Grundschulen. Die Lehrerinnen und Lehrer kennen das Projekt also gut und wählen die Kinder passend dazu aus. Die Eltern melden die Kinder dann an und freuen sich über eine zusätzliche Förderung, und die Kinder selbst sind oftmals sehr stolz darauf, einen eigenen Mentor zu haben, der ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenkt.

DiQ: Kann sich bei diesem Projekt jeder engagieren bzw. gibt es dazu ein Auswahlverfahren?

BB: Prinzipiell kann sich jeder ab 16 Jahren anmelden und das Aufnahmeverfahren durchlaufen, man braucht keinerlei pädagogische Vorerfahrung, denn man wird von der Organisation auf die Rolle vorbereitet. Man sollte aber natürlich Spaß daran haben, sich mit Kindern zu beschäftigen und tolerant gegenüber anderen Kulturen sein. Bei KinderHelden engagieren sich Studenten genauso wie Berufstätige oder Senioren – denn jeder hat etwas, das er einem Kind weitergeben kann.

DiQ: Wir haben auch von Ihrer Initiative „Aus Fremden werden Freunde“ gehört. Was können Sie uns darüber berichten?

BB: Unter dem Motto „Aus Fremden werden Freunde“ startete Roche Anfang 2015 eine Initiative zur Unterstützung
der Flüchtlinge vor Ort mit sozialen, sportlichen und kulturellen Aktionen. Ziel ist es, Flüchtlinge willkommen
zu heißen, ihnen den Start in der neuen Heimat zu erleichtern und einen langfristigen und nachhaltigen Beitrag zur Integration zu leisten. Dies geschieht zum einen über Arbeits- und Ausbildungsangebote seitens des Unternehmens. Zum anderen engagieren sich zahlreiche Mitarbeitende, zum Beispiel mit Sachspenden. Es gab einige Sammelaktionen, da Tausende Flüchtlinge ihre Heimat nur mit dem verlassen, was sie gerade tragen. Aber dies ist nur ein Teil der Unterstützung: Neben der Erstversorgung ist es für eine gelungene Integration mindestens genauso wichtig, gemeinsam mit GeflüchtetenZeit zu verbringen. Kino- und Kochabende, gemeinsame Tierparkbesuche und viele Sportangebote werden von unseren Mitarbeitenden angeboten. Zudem gibt es noch ein Projektteam „Sprache“, bei dem Mitarbeitende Sprachpatenschaften übernehmen und Sprachkurse organisieren. Es ist schön zu sehen, wie sich unsere Mitarbeitenden bei all unseren sozialen Projekten einsetzen!


WERBUNG