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Leben im Delta

Nachhaltigkeit bei Markthaus

Wie geht Nachhaltigkeit im Alltag? Zum Beispiel, wenn man beim Einkauf zugleich ein Inklusionsunternehmen unterstützt, Second-Hand-Ware kauft und auf regionale Strukturen setzt. All das verkörpert das Markthaus Mannheim – wie genau, erzählt uns Henrike Zeilfelder im Interview mit „Delta im Quadrat“.

Delta im Quadrat: Hallo Frau Zeilfelder, können Sie sich und ihren Arbeitsplatz kurz vorstellen?

Henrike Zeilfelder: Ich arbeite seit Mitte 2020 bei Markthaus. Angefangen habe ich als Prozessmanagerin und seit März 2022 leite ich das Markthaus. Ich bin verantwortlich für unsere Standorte und damit für alles, was im Arbeitsalltag anfällt. Das reicht von der Planung von Werbemaßnahmen über Anliegen von Mitarbeitenden bis hin zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

DiQ: Welche Philosophie steckt hinter dem Markthaus?

HZ: Bei Markthaus werden wichtige ökologische und soziale Themen ganz natürlich miteinander verbunden. Als Inklusionsunternehmen beschäftigen wir viele wunderbare Menschen mit und ohne Behinderung und bilden diese auch aus. Viele der KollegInnen arbeiten in unseren Secondhand-Kaufhäusern und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Wir setzen uns gegen „Fast Fashion“ ein und schenken Gegenständen ein zweites oder sogar drittes Leben. Wir sind bunt und sozial – darauf sind wir stolz! Außerdem gehören wir zur GBG Unternehmensgruppe, die sich an vielen Stellen in Mannheim für ein gutes Zusammenleben einsetzt.

DiQ: Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit bei Ihnen und in welchen Bereichen wird nachhaltig agiert?

HZ: Das Thema Kreislaufwirtschaft hat bei uns eine zentrale Rolle. In den Secondhandmärkten verwerten wir Kleidung und andere Alltagsgegenstände wieder, die in vielen Fällen ansonsten dem Müll zugeführt worden wären. Unsere Transportabteilung legt bei Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen sehr viel Wert auf fachgerechte Entsorgung von z.B. Holz, Metall und Plastik. Allgemein achten alle im Arbeitsalltag darauf, keine Energie zu verschwenden und Müll zu trennen. Ebenfalls nachhaltig sind unsere Lebensmittelmärkte in zentralen Lagen in den Stadteilen. Die meisten Kundinnen und Kunden könnten zu Fuß oder mit dem Rad zu uns kommen. Zudem beleben wir die Ortskerne, was sich positiv auf die Quartiere und deren soziale Strukturen auswirkt und ebenfalls einen Aspekt der Nachhaltigkeit darstellt.

DiQ: Was hat in Ihren Augen Nachhaltigkeit mit Inklusion zu tun?

HZ: Ganz viel. Inklusion ist gleichbedeutend mit vielen Aspekten von Nachhaltigkeit. Wenn man sich die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen anschaut, tragen Inklusionsunternehmen in vielen Bereichen zur Zielerreichung bei, z.B. wird Armut verhindert, es werden menschenwürdige Arbeitsplätze geschaffen und Ungleichheiten werden beseitigt. Es lohnt sich, sich diese Ziele einmal näher anzuschauen! Nachhaltigkeit wird häufig im Zusammenhang mit Klima oder Ökologie genannt. Diese Themen sind zentral und unumgänglich, die sozialen Aspekte sind jedoch genauso wertvoll und wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

DiQ: Wie kann man das Markthaus unterstützen?

HZ: Vor allem, indem man in unseren Secondhand- und Lebensmittelmärkten einkauft oder uns Ware für unsere Secondhand-Märkte spendet. Es ist auch möglich, sich ehrenamtlich bei Markthaus zu engagieren, z.B. bei der Schaufenstergestaltung oder der Sortierung der Spenden. Als gemeinnütziges Unternehmen sind wir zudem berechtigt, Geldspenden zu empfangen. Mehr Infos dazu gibt es auf unserer Homepage. Unsere aktuellen Angebote findet man jedoch am besten, in dem man in unseren Märkten vorbeischaut – wir freuen uns!

 


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