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Leben im Delta

SWR Podcastfestival 2026

Das SWR Podcastfestival verwandelt Mannheim auch diesen April wieder zum Podcast-Hotspot. An insgesamt drei Tagen präsentiert der SWR Live-Podcasts in drei Locations. Wir sprachen darüber mit Selina Eckert, Projektleiterin des SWR Podcastfestival in Mannheim.

Delta im Quadrat: Das Festival kombiniert dieses Jahr Formate aus True Crime, Wissen und Unterhaltung. Wie schaffen Sie es, eine thematisch derart breite Mischung zu kuratieren, und welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie bewusst für 2026?

Selina Eckert: Wir legen bewusst keinen inhaltlichen Schwerpunkt fest, weil wir das Festival so vielfältig und spannend wie möglich gestalten wollen. Diese Vielfalt ist Kern des öffentlich-rechtlichen Medien-Angebotes. Unser Ziel ist es, jedes Jahr aufs Neue ein Programm zu kreieren, das für ein breites Publikum attraktiv ist und in dem jede und jeder eine Heimat findet. Ich denke, genau das macht den Reiz des SWR Podcastfestivals aus.

DiQ: Mit „Meilensteine – Alben, die Geschichte machten“ gibt es ein Format, das Musikgeschichte auf die Bühne bringt. Welche Rolle spielt die Verbindung zwischen Podcasts und kulturgeschichtlichen Themen im diesjährigen Festival und wie wird das vom Publikum angenommen?

SE: Kulturgeschichtliche Themen sind für viele Podcast-Hörerinnen und Hörer unglaublich spannend. Es ist großartig zu sehen, wie stark solche Formate nachgefragt werden – ein Beispiel ist „Amerika – Wir müssen reden“, das sich ebenfalls mit kulturgeschichtlichen Themen auseinandersetzt und schon jetzt ausverkauft ist. Mit „Meilensteine“ beleuchten wir genau diese Verbindung zwischen Musik und Geschichte. Wir tauchen ein in die Zeit, in der diese Meilenstein-Alben entstanden sind, und zeigen, wie (Pop-) Musik die gesellschaftliche Realität und damit vielleicht auch die unserer Besucherinnen und Besucher beeinflusst hat – und umgekehrt. Das Publikum liebt diesen „Deep Dive“ und die Möglichkeit, bekannte Alben aus einer neuen Perspektive zu betrachten und sie womöglich auch mit ihren eigenen Geschichten zu verbinden.

DiQ: Formate wie „40+ Die Podcast Therapie“ thematisieren Lebensfragen, Beziehungen und das Älterwerden. Wie wichtig ist der gesellschaftliche Diskurs in den Live-Podcasts, und wie binden Sie diese sozialen Themen in das Festival-Gesamtkonzept ein?

SE: Das ist das Besondere an Podcasts. Sie schaffen einen Raum, in dem man sich aufgehoben fühlt, fast so, als würde man mit guten Freunden im Wohnzimmer sitzen und über das Leben sprechen. Diese Vertrautheit ist es, die die Zuhörerinnen und Zuhörer so sehr schätzen – und die wir im SWR mit Live-Podcasts auf die Bühne bringen wollen. Gesellschaftliche Themen wie Beziehungen, Älterwerden oder Lebensfragen berühren und begleiten uns alle. Ich glaube, genau das macht Podcasts so wertvoll: Sie regen zum Nachdenken an, sind nahbar und bieten Raum für Themen, die im Alltag oft zu kurz kommen.

DiQ: Neben Klassikern wie True Crime oder Talk gibt es dieses Jahr auch Angebote für Kinder und junge Menschen. Welche Inhalte sollen besonders junge Erwachsene ansprechen?

SE: Im letzten Jahr sind wir mit dem Tigerenten Club und dem Lachlabor an den Start gegangen. Das war ein riesiger Erfolg, und deshalb führen wir diese Formate für Kinder und Familien auch weiter. Für die jüngeren Erwachsenen haben wir Formate wie „She’s Talking“, „Anti Alles“ oder „Samma, geht’s noch, Junge“ im Programm. Hier geht es um die Themen, die junge Menschen bewegen: Freundschaften, Uni, erste Jobs, aber auch die großen Fragen des Lebens. Wir möchten hier gerne dazu beitragen und Orientierung bieten.

DiQ: Podcasts wie „Flexikon“ hinterfragen auf unterhaltsame Weise Alltagsfragen, während andere Formate tief in fachliche Themen einsteigen. Welche inhaltlichen Neuerungen oder Trends im diesjährigen Line-Up sehen Sie als besonders interessant für die Entwicklung der Podcast-Szene – und wie spiegeln sich diese im Festivalprogramm wider?

SE: Die Podcast-Welt wird immer diverser und spannender und entwickelt sich stetig weiter. Egal, ob gesellschaftliche Themen, Unterhaltung, Bildung oder innovative Technologien – für jede und jeden gibt es passende Inhalte und wir möchten als SWR in der Entwicklung des Festivals immer auch neue Impulse setzen und uns weiterentwickeln. In unserem diesjährigen Line-Up sind wir zum Beispiel mit „Flexikon“ oder „Zwei Seiten“ voll im Trend mit dem sogenannten „Edutainment“ – hier wird Wissen mit Unterhaltung kombiniert. Aber auch True Crime bleibt ein Dauerbrenner.

 


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