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Leben im Delta

Tadim Pide Salonu – heißer Geheimtipp für Suppenliebhaber

Wer ins Tadim Pide Salonu nur wegen der bekannten Pide kommt, verpasst das eigentlich Besondere des Hauses: die Suppen. In der unscheinbaren Gaststube dampfen täglich große Töpfe mit kräftigen Brühen, die so authentisch sind, dass man sich für einen Moment nach Anatolien versetzt fühlt. Richtig gelesen: Anatolien und nicht Japan. Aber auch in Anatolien sind Suppen Tradition und definitiv einen Suppentag wert. Wer sich erst vorsichtig an die anatolische Suppenkultur herantasten möchte, greift zur Linsensuppe: samtig, leicht würzig und mit einem Spritzer Zitrone einfach perfekt – besonders an grauen Tagen. Mutigere versuchen die Lammkopfsuppe (Kelle Paça). Sie schmeckt intensiv, aromatisch und erstaunlich ausgewogen. Mit etwas Essig, Knoblauch und getrocknetem Chili wird daraus ein Erlebnis, das man in Mannheim kein zweites Mal findet. Echte Fans schwören zudem auf die Kuttelsuppe (İşkembe) – ein Klassiker der türkischen Nachtgastronomie, die traditionell nach langen Feiern oder in den frühen Morgenstunden serviert wird. Aber allen voran steht die Hühnersuppe, die mit zarten Fleischstückchen und klarer Brühe wohltuend einfach wirkt und gerade deshalb so lecker ist. Das Tadim braucht keine Inszenierung. Hier zählt, was im Topf steckt. Und das ist ehrliche, hausgemachte Küche, serviert mit einem Lächeln und einem Stück Fladenbrot. Wer Mannheim kulinarisch wirklich kennenlernen will, sollte die Pide einmal links liegen lassen – und stattdessen zum Löffel greifen.

 


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