Leben im Delta
„Wir wollen Menschen entwickeln“
Wer bei einer Sparkasse zuerst an Schalter, Anzug und starre Hierarchien denkt, sollte dieses Bild schleunigst überdenken. Die Sparkasse Rhein Neckar Nord zeigt schließlich, wie modern ein Finanzinstitut heute als Arbeitgeber sein kann und welche Chancen sich für Auszubildende, dual Studierende und Mitarbeitende ergeben.
„Wir sind für die Menschen da. Wir wollen sie entwickeln“, sagt Robert Zehetgruber, Leiter Personalmanagement der Sparkasse Rhein Neckar Nord. Dieser Anspruch zieht sich durch Ausbildung, Studium und berufliche Weiterentwicklung. Die Einstiegsmöglichkeiten reichen von der klassischen Ausbildung als Bankkauffrau oder Bankkaufmann, auch mit Zusatzqualifikation im privaten Vermögensmanagement, bis zu dualen Studiengängen wie Bachelor of Arts Fachrichtung Bank oder BWL Digital Commerce Management. Auch verkürzte Ausbildungszeiten sind möglich. Aktuell sind bis zu 70 Auszubildende und dual Studierende im Haus, pro Jahr starten rund 20 bis 25 junge Menschen. Das Ziel ist klar: „Wir bilden nur aus, um Menschen zu übernehmen“, sagt Zehetgruber. Angestrebt werde eine sehr hohe Übernahmequote.
Wie vielseitig ein duales Studium sein kann, zeigt Louis Auer, dualer Student an der DHBW Mannheim. Derzeit arbeitet er in der Öffentlichkeitsarbeit, schreibt Presseberichte, erstellt interne Beiträge, macht Fotos, begleitet Marketing-Meetings und analysiert Social-Media-Trends. „Sehr viel Kommunikation, sehr viel Austausch, tatsächlich auch sehr viel Social Media“, beschreibt Auer seinen Alltag. Gerade das Durchlaufen verschiedener Abteilungen ist für viele Nachwuchskräfte ein großer Vorteil. Wer die Sparkasse von innen kennenlernt, kann später besser einschätzen, wohin die eigene Entwicklung führen soll.
Besonders wertvoll ist dabei der tiefe Einblick in die Abteilungen. Zehetgruber spricht vom „Maschinenraum unserer Sparkasse“. Für junge Menschen bedeutet das: Sie sammeln Wissen, lernen Arbeitsweisen kennen und bauen früh ein internes Netzwerk auf. Niemand startet dabei allein. Auszubildende und dual Studierende bekommen feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Filialen und Abteilungen, dazu Mentorinnen und Mentoren im Haus. Patinnen und Paten aus höheren Jahrgängen erleichtern den Einstieg, monatliche Azubi-Stammtische fördern Austausch und Zusammenwachsen. „Ich bekomme so viel Unterstützung, wie ich brauche“, sagt Auer. Gerade in Prüfungsphasen oder bei Projektarbeiten sei das ein echter Vorteil.
Auch die Unternehmenskultur hat sich verändert. Die Sparkasse Rhein Neckar Nord setzt auf Offenheit, Nahbarkeit und eine moderne Arbeitswelt. Ein sichtbares Zeichen ist die Duz-Kultur im gesamten Unternehmen, vom Vorstand bis zu den Auszubildenden. Für Zehetgruber hat das die Zusammenarbeit spürbar verändert: „Unser Miteinander ist offener und noch mehr auf Augenhöhe.“ Gleichzeitig bleibt Professionalität ein klarer Maßstab. Lockerer Umgang und hohe Qualität schließen sich nicht aus.
Wie ernst die Sparkasse Ideen junger Menschen nimmt, zeigt das Projekt „smore“. Die Filiale für 18- bis 28-Jährige ist aus einer Azubi-Tagung entstanden und wurde anschließend weiterentwickelt und umgesetzt. „smore“ steht für Beratung auf Augenhöhe, moderne Ansprache und einen Stil, der bewusst mit alten Sparkassenbildern bricht. „Unsere Sparkasse gibt es seit über 200 Jahren. Wir verändern uns stetig – das ist unsere Konstanz“, sagt Zehetgruber. Für Nachwuchskräfte heißt das: Eigeninitiative ist ausdrücklich erwünscht.
Karriere wird bei der Sparkasse Rhein Neckar Nord breit gedacht. Es geht um Führungswege, aber ebenso um Fachkarrieren, Spezialisierungen, Beratung, interne Abteilungen und Projektarbeit. Dazu kommen zahlreiche Möglichkeiten in der Weiterbildung: Bankfachwirt, Bankbetriebswirt, Spezialisierungen etwa im Marketing, Stipendien für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Förderprogramme für künftige Führungskräfte. Nach eigenen Angaben investiert die Sparkasse dafür rund eine Million Euro pro Jahr in Fort- und Weiterbildung.
Auch beim Recruiting setzt das Unternehmen auf Offenheit. Gerade ungerade Lebensläufe werden nicht automatisch als Makel verstanden. „Das ist für uns kein Knock-out-Kriterium“, sagt Zehetgruber mit Blick auf Studienabbrüche, Schulabbrüche oder biografische Brüche. Louis Auer ist dafür selbst ein Beispiel. Er hat die Schule zunächst abgebrochen, eine Ausbildung gemacht, später sein Fachabitur nachgeholt und sich dann für das duale Studium bei der Sparkasse Rhein Neckar Nord beworben. Sein Eindruck aus dem Bewerbungsprozess: „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, eine Chance zu haben. Und das Gefühl hat sich bewahrheitet.“
Gesucht werden Menschen, die kommunikativ sind, Interesse an Wirtschaft und Finanzthemen mitbringen, empathisch sind und Lust haben, sich weiterzuentwickeln. „Lernbereitschaft ist ganz, ganz wichtig“, betont Zehetgruber. Denn Banking, Beratung und Arbeitswelt verändern sich ständig. Neben Kultur und Entwicklungschancen bietet die Sparkasse tarifliche Vergütung mit fast 14 Monatsgehältern, 32 Urlaubstage pro Jahr, ab 2027 sogar 33, arbeitsfreie Tage an Heiligabend und Silvester, mobile Arbeit, flexible Teilzeitmodelle und eine betriebliche Altersversorgung, die überwiegend durch die Sparkasse finanziert wird. Jährliche Entwicklungsgespräche, strukturierte Rückmeldungen und ein 180-Grad-Feedback-System gehören ebenfalls dazu.
Mit über 700 Mitarbeitenden, jährlich über 3.000 Bewerbungen und einer großen Bandbreite an Berufsbildern versteht sich die Sparkasse Rhein Neckar Nord als Arbeitgeber für unterschiedliche Menschen. Gesucht werden klassische Banktalente, Spezialistinnen und Spezialisten, Quereinsteigende und Persönlichkeiten mit neuen Perspektiven. Das Fazit von Zehetgruber bringt den Anspruch auf den Punkt: „Vielfältige Karrierewege, echte Entwicklungschancen und ein Umfeld, in dem Menschen wachsen können.“ (Fotos © Sparkasse RNN)